Misleader - Politik für Queraussteiger

Was ist Sozialismus?

Mehr Macht für die Arbeiterklasse! Dieser Slogan könnte sehr gut von einem Vertreter des Sozialismus stammen. Der Sozialismus ist eine von drei politischen Ideologien. Neben Liberalismus und Konservatismus ist er in den Riegen der politischen Richtungen vertreten. Im Prinzip umfasst der Sozialsimus eine breite Spanne von politischen Ausrichtungen, es gibt sozialistische Parteien, die sich darauf konzentieren den Kapitalismus überwinden zu wollen und es gibt wiederum sozialistische Parteien, die die Demokratie durchaus akzeptieren.

Hintergründe des Sozialismus

Die Arbeiterklasse an die Macht, oder auch Regierung durch das Proletariat. Doch ist es wirklich sinnvoll die Macht auf eine Gesellschaftsgruppe verteilen zu wollen? Und wie sinnvoll ist es, diese auf eine Gruppe zu verteilen, die mit dem Thema Macht und Politik eventuell gar nichts anzufangen weiß?
Seit jeher ist die Gesellschaft so aufgebaut, dass einige mehr haben und andere weniger. Ziel des Sozialismus ist es unter anderem auch, dass diese Verteilung gerechter wird und bspw. alle Eltern ihren Kindern die gleiche Bildung ermöglichen können. Dies ist zwar eine nette Ambition aber auf kurze oder lange Sicht vermutlich sehr schwer umzusetzen. Weiter war es lange Zeit Ziel der Sozialisten, dass die Marktwirtschaft in eine geplante Wirtschaft übergeführt wird.

Was steckt hinterm Sozialismus? (c) Egon Häbich / pixelio.de

Die sozialistische Gesellschaft

Die Gesellschaft wird im Sozialismus gemeinhin als Leistungsgesellschaft gesehen, dies bedeutet, dass jeder nach seinen Fähigkeiten und Leistungen bewertet werden sollte. Die gesellschaftlichen Werte, die im Sozialismus groß geschrieben werden sollen, sind die Gleichheit, Gerechtigkeit und Solidarität. Doch inwiefern ist Gerechtigkeit damit vereinbar, dass man jeden gleichsetzen möchte? Ist es wirklich und möglich und wenn ja, kann man das als fair und gerecht ansehen?

Der Wandel des Sozialismus

Den Sozialismus mit der Demokratie vereinen, das ist das Ziel sozial-demokratischer Parteien. Sie fördern eine abgeschwächte Form des Sozialismus und vertreten die Meinung, dass niemand an der Macht sein sollte, der nicht demokratisch gewählt wurde. Die „streng sozialistischen“ Vertreter streben vom Prinzip her einen kompletten Umschwung von Wirtschaft und Gesellschaft an. Ob dies sinnig und förderlich ist, bleibt definitiv zu hinterfragen. Und selbst wenn man diesen Umsturz fördert – was soll danach kommen? Kann man es wirklich „besser“ machen?